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Vertriebsberatung & Interim Manager
Matthias E. Müller
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für Vertriebsberatung & Interim Management

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Wieviel kostet ein Interim Manager?

10.08.2017

Interim Management steht zu Unrecht in dem Ruf, teuer zu sein. Wir haben genau nachgerechnet.

 

Der Tagessatz eines Interim Managers im guten Mittelfeld beträgt 1.400 Euro. Nun ist der flüchtige Betrachter geneigt, diesen Betrag mal 20 Arbeitstage zu nehmen und mit dem Bruttogehalt eines Festangestellten zu vergleichen. Branchenüblich ist es, dem Interim Manager pro Tag 1% des Jahresgehaltes eines vergleichbar qualifizierten Festangestellten zu zahlen. In unserem Beispiel somit 140.000 Euro.

 

Der Interim Manager zahlt Sozialversicherungen selbst


Doch zuzüglich zum Bruttogehalt sind in Deutschland ca. 21% Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung zu zahlen. Die 1.400 Euro stellen also Bruttogehalt plus Arbeitgeberbeitrag - demnach 121% - dar. Das bringt und zu der Rechnung:

1.400 / 121 * 100 = 1.157 Euro

 

Der Interim Manager bekommt keinen bezahlten Urlaub

 

Angestellte Arbeitnehmer arbeiten je nach Jahr und Bundesland zwischen 248 und 255 Tage im Jahr. Nehmen wir 250 Arbeitstage zur weiteren Berechnung. Und der Angestellte hat durchschnittlich 29 Tage bezahlten Urlaub im Jahr. Als Freiberufler auf Tagesbasis bekommt der Interim Manager seinen Urlaub nicht bezahlt. Die Rechnung zum Gehaltsvergleich mit einem Angestellten setzt sich also wie folgt fort:

 

1.157 / 250 * (250-29) = 1.022 Euro

 

Fortbildung und Krankheitstage eines Interim Managers? Privatsache!

 

Die aktuellste Statistik des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2015 zählt für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland durchschnittlich genau 10,0 Krankheitstage. Statistiken zum Zeitaufwand für Fortbildung sind schwerer zu bekommen. Die Gesetze der meisten Bundesländer sehen 5 Tage pro Jahr Bildungsurlaub vor, welche dem Vernehmen nach aber nicht ausgeschöpft werden. Nehmen wir zur weiteren Berechnung 3 Tage hinzu:

 

1.022 Euro / 250 * (250-13) = 968 Euro

 

Der eingangs vorschnell herangezogene Tagessatz von 1.400 Euro hat sich bei genauer Rechnung also schon auf 968 Euro reduziert. Es sind aber noch weitere Punkte zu berücksichtigen, die sich leider nicht ebenso sicher kalkulieren lassen.

 

Ein Interim Manager verursacht keine Kosten für Headhunter

 

Wenn der Interim Manager über einen Interim Management Provider vermittelt wird, so ist dies für das auftraggebende Unternehmen kostenlos. Der Provider bekommt einen Anteil am Tagessatz des Interim Managers. Wird jedoch ein Vermittler zum Recruiting einer angestellten Führungskraft herangezogen, erhält dieser häufig 25% des Jahresgehalts. Für die vergleichende Rechnung müssen also unter Umständen beim Angestellten hinzugerechnet werden:

 

Kosten Headhunter:  140.000 Jahresgehalt * 25% =  35.000 Euro

Interim Manager zahlen ihre Arbeitsausrüstung selbst

Auf der Kostenseite des angestellten Managers sind ggf. noch Firmenwagen (12.000 Euro p.a.), Büro- und Telekommunikationskosten (3.000 Euro), Seminargebühren (2.000 Euro) oder betriebliche Altersvorsorgung (10.000 Euro) zu berücksichtigen. Dies alles übernimmt ein Interim Manager aus eigener Tasche.

 

Ein Interim Manager kostet keine Abfindung
 

Von einem Interim Manager kann sich das Unternhemen in der Regel ohne jede Frist trennen. Anders bei fest angestellten Managern. Ein eventueller Rechtsstreit und Abfindung können teuer kommen. Rechnet man nur eine dreimonatige Freistellung kommen nochmals hinzu:

Kosten Trennung:  140.000 Jahresgehalt / 12*3 = 35.000 Euro


Die höhere Effizienz eines Interim Managers spart Geld

 

Der Interim Manager wird in der Regel für die zu besetzende Position überqualifiziert eingesetzt und kann dadurch deutlich effizienter arbeiten. Die Einarbeitung fällt sehr viel kürzer aus. Zeitverluste durch diverse Abhängigkeiten und Rücksichtnahmen im Unternehmen sowie aufwändige Umwege bei der Problemlösung entstehen kaum.

 

Fazit: Bei einer kritischen Vollkostenanalyse können Interim Manger für das auftraggebende Unternehmen weniger kosten als Festangestellte. Dies macht sie für kurzfristige Projekte auch so attraktiv.

 

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